Marlene Engelhorns Rückverteilung als Vorbild?

Zewo-Gütesiegel

Die junge Wiener Millionenerbin Marlene Engelhorn findet ihr großes, geerbtes Vermögen ungerecht. Sie will einen Großteil davon – mindestens 90% – spenden, und im Zuge davon möglichst viel Aufmerksamkeit auf die ungleiche Verteilung und geringe Besteuerung von Vermögen lenken. Ein von ihr initiierter Bürgerrat – der Gute Rat für Rückverteilung – soll nun 25 Millionen Euro aus ihrem – in Österreich mangels Erbschaftssteuer unversteuert gebliebenen – Erbe in einem demokratischen Entscheidungsprozess verteilen.

Schon vorab hat die außergewöhnliche Initiative ein großes Medienecho ausgelöst und wird breit diskutiert – natürlich auch hier bei Effektiv Spenden. Denn auch wir haben in der Spendenberatung immer wieder mit Menschen zu tun, die sich ähnliche Fragen stellen wie Marlene Engelhorn. Schließlich gilt auch bei deutlich kleineren Vermögen oder mit Blick nur auf das jährliche Einkommen: Im internationalen Vergleich ist nicht nur sie als Millionärin stark privilegiert. Die Mehrheit der Menschen in Österreich gehört zu den reichsten 5% der Welt.

Im Folgenden teilen wir unsere Einschätzungen zu Engelhorns Rückverteilungsansatz. Wir zeigen Stärken und Schwächen auf, und formulieren 5 Empfehlungen an den Guten Rat, um sein Potential voll auszuschöpfen.

Unser Hauptfazit vorweg: Die Verteilung über den Bürgerrat ist innovativ und durchdacht, erscheint uns aber zu sehr auf Österreich bezogen. Global und wirkungsorientiert ausgerichtet, könnte die Rückverteilung noch deutlich mehr bewegen.

Konsequenter Altruismus

Unabhängig davon wie man allgemein zur Vermögensverteilung steht (und wir sehen sie – insbesondere bei globaler Betrachtung – kritisch): Dass Marlene Engelhorn freiwillig mindestens 90% ihres Vermögens für das Gemeinwohl zur Verfügung stellt, ist erst einmal eine großartige Sache. Nicht nur in absoluten Zahlen gibt sie viel ab, sondern auch im relativen Verhältnis zu ihrem Vermögen. Das ist eindrucksvoll und konsequent, und wir würden uns wünschen, dass viele Vermögende ihrem Beispiel folgen.

Öffentlichkeitswirksam und demokratisch

Über die Aufteilung ihrer Spende will Marlene Engelhorn nicht selbst entscheiden, sondern hat die Entscheidung darüber an einen dafür eigens von ihr initiierten Bürgerrat delegiert.

10.000 Menschen wurden per Zufallsstichprobe aus dem Zentralen Melderegister Österreichs ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen. Aus 1.295 Anmeldungen wurden schließlich 50 Menschen für den Rat ausgewählt, so dass sie die österreichische Bevölkerung möglichst gut repräsentieren (z.B. nach Geschlecht, Herkunft und Einkommen). Diese 50 Menschen kommen nun zwischen März und Juni 2024 an sechs Wochenenden in Salzburg zusammen. Unterstützt von Moderatoren und Expertinnen entwickeln sie „Ideen für den Umgang mit der Vermögensverteilung“ und entscheiden, „was mit den 25 Millionen Euro passieren soll, damit diese Ideen umgesetzt werden.“

„Warum so kompliziert?“ will Armin Wolf im ZIB 2-Interview von Engelhorn wissen. Könnte sie das Geld nicht einfach selbst spenden?

Das Vehikel Bürgerrat zeichnet sich aus unserer Sicht – teils aber auch nach eigenen Aussagen Engelhorns – vor allem in zweierlei Hinsicht aus.

Öffentlichkeitswirksamkeit für strukturelle Lösungen

Indem Marlene Engelhorn mit ihrer Erbschaft offensiv und geschickt an die Öffentlichkeit geht – und sich damit als hochvermögende Person ungewöhnlich exponiert – liefert sie einen wertvollen Beitrag zur deutschsprachigen Debatte um Vermögensverteilung und -besteuerung.

Die Rückverteilung über den Bürgerrat verschafft ihrer Initiative noch größere Öffentlichkeit: Sie ist innovativ und interessant. Sie zieht sich über einen längeren Zeitraum und wird fortlaufend medial begleitet. Dadurch ist sie besser noch als eine „normale“ Spende oder eine freiwillige Überweisung an das Finanzamt geeignet, die öffentliche Debatte längerfristig zu befeuern.

Diese Debatte braucht es in Engelhorns Einschätzung, um zu strukturellen Lösungen – wie etwa höheren vermögensbezogenen Steuern – zu gelangen. Schließlich sind ihre 25 Millionen relativ zur großen Vermögensungleichheit nur eine kleine Summe. Jedes Jahr werden in Österreich laut aktuellen Schätzungen etwa 15 Milliarden Euro vererbt.

Zu diesem Zweck trägt sie auch als Mitgründerin des Vereins taxmenow und über ihr Engagement bei den internationalen Pro-Steuer-Initiativen Millionaires for Humanity und Patriotic Millionaires bei.

Demokratische Legitimierung mit Gruppenintelligenz

Marlene Engelhorn problematisiert überdies, dass ihr Vermögen selbst beim Spenden eine ungerechte Machtposition mit sich bringt. Über den Bürgerrat gibt sie nicht nur ihr Vermögen auf, sondern vorab bereits die Entscheidungsgewalt darüber. Die Verteilungsentscheidung wird demokratisch legitimiert.

Durch die vielfältigen Perspektiven der Ratsmitglieder können individuelle blinde Flecken und Partikularinteressen ausgeglichen werden, so dass am Ende – so die Hoffnung – ein besseres Ergebnis erzielt wird.

Als gelebtes Beispiel partizipativer demokratischer Verfahren trägt der Rat außerdem – über Engelhorns Initiative hinaus – zur Stärkung des demokratischen Diskurses bei. Das ist angesichts des Drucks, unter dem liberale Demokratien vielerorts stehen, nur zu begrüßen.

Nicht global genug gedacht?

Das Vermögen der Industriellenfamilie Engelhorn geht vor allem auf das Pharmaunternehmen Boehringer Mannheim zurück, das sich seit dem späten 19. Jahrhundert in Familienbesitz befand. 1997 wurde es schließlich für 11 Milliarden Dollar an den Mitbewerber Roche verkauft – dank Firmensitz auf Bermuda steuerfrei. Marlene Engelhorns Erbe kommt nun von ihrer Großmutter Traudl Engelhorn-Vechiatto, deren Vermögen vor ihrem Ableben 2022 auf 4,2 Milliarden Dollar geschätzt wurde.

Die Erbschaft blieb unversteuert, da es in Österreich seit 2008 keine Erbschaftssteuer mehr gibt. Nicht zuletzt, weil das Vermögen auf einen ursprünglich deutschen, aber letztlich weltweit agierenden Konzern zurückgeht, lässt sich jedoch kritisch hinterfragen: Ist der Österreich-Bezug der Rückverteilung – sowohl was die Verteilungsentscheidung angeht als auch das Verteilungsergebnis – wirklich gerechtfertigt?

Eine österreichische Entscheidung

50 Menschen aus Österreich diskutieren und entscheiden nun vor dem Hintergrund der ungleichen Verteilung und geringen Besteuerung von Vermögen in Österreich über die Verwendung von Marlene Engelhorns international erwirtschafteten 25 Millionen. Warum eigentlich? Warum nicht Menschen aus Deutschland, Kanada oder Bangladesch?

Die Frage stellt sich umso mehr, da die Einkommens- und Vermögensungleichheit global betrachtet noch viel dramatischer ist als innerhalb Österreichs. Auch wenn es in Österreich zweifellos viele Probleme und schwere Schicksale gibt, ist die Not in anderen Ländern ungleich größer. Selbst wer in Österreich Notstandshilfe bezieht (2022 durchschnittlich 29,04 Euro/Tag), verfügt damit über ein fast 4-mal (!) höheres Einkommen als der globale Median.

Global deutlich weniger privilegierte Menschen sind im Rat nicht repräsentiert.

Uns ist bewusst, dass die Organisation eines globalen Bürgerrats in der Praxis deutlich schwieriger und umständlicher gewesen wäre, als die des Guten Rats bestimmt schon war. Und das Bessere soll nicht der Feind des Guten sein.

Es ist sogar gut denkbar, dass ein globaler Rat ohne Fokus auf eine spezifische nationale Debatte nicht mehr, sondern weniger Öffentlichkeitswirksamkeit für strukturelle Lösungen entfaltet hätte.

Österreichische Spendenprojekte im Fokus?

Dennoch: Wir sind besorgt, dass das Fehlen von Stimmen außerhalb Österreichs im Guten Rat negative Folgen auf die Qualität des Verteilungsergebnisses haben könnte.

Das wäre unserer Ansicht nach besonders dann der Fall, wenn der Rat seine Aufgabe als Rückverteilung innerhalb Österreichs auffassen und globale Belange außer Acht lassen würde. Es wäre dann der Fall, wenn hauptsächlich Projekte in oder aus Österreich gefördert werden, obwohl es international Alternativen gibt, bei denen die gleichen Mittel deutlich mehr bewirken würden.

Wir sehen die Herausforderung für den Guten Rat deshalb darin, einen Schritt zurückzutreten und eine ganzheitliche Perspektive auf die Probleme der Welt einzunehmen. Er sollte sich als Weltbürgerrat verstehen.

Die Richtlinien des Rats lassen dies zu: Er „kann das Geld an Organisationen im In- und Ausland vergeben.”

Philanthropie und Demokratie

Marlene Engelhorn äußert sich immer wieder kritisch zum Thema Philanthropie und betont, dass sie viel lieber stark besteuert werden würde. Es sei keine strukturelle Lösung, wenn Gesellschaften vom Wohlwollen einzelner Hochvermögender abhängig seien. Die große Konzentration von Macht in den Händen einzelner Superreicher unterhöhle die Demokratie. Und überhaupt sei Philanthropie häufig nur ein Deckmantel für Steuervermeidung.

Mit all diesen Punkten spricht Engelhorn wichtige Probleme an und wir bei Effektiv Spenden fühlen uns an unser Interview mit dem niederländischen Historiker Rutger Bregman erinnert. Angesprochen auf seine viral gegangene Forderung nach höherer Besteuerung von Hochvermögenden vom Weltwirtschaftsforum 2019 und seine Einstellung zu Philanthropie, sagt er: „Der Großteil der Philanthropie von Milliardären ist Schwachsinn. Die meisten Milliardäre geben ihre Philanthropie für alberne Kunstmuseen aus oder sie spenden […][an] eine Universität, die bereits unglaublich reich ist. Das ist die Art von Philanthropie, die oft auch dazu benutzt wird, um von ihren korrupten Geschäftsmodellen abzulenken oder Steuern zu hinterziehen.”

Wichtig ist hier allerdings, dass negative Beispiele von Philanthropie (z.B. Greenwashing oder eigennützige politische Einflussnahme) nicht bedeuten, dass Philanthropie allgemein keinen Platz hat. Wieder in den Worten von Rutger Bregman: „Das heißt aber nicht, dass ich generell gegen Spenden und Philanthropie bin. […] Natürlich muss man als erstes Steuern zahlen. Damit fängt es an. Aber danach haben reiche Leute immer noch eine Menge Geld und sie brauchen nicht alles für sich selbst auszugeben.”

Und mehr noch: Philanthropie bedeutet nicht nur, freiwillig mehr zu tun, nachdem man seinen fairen Steueranteil bezahlt hat. Prinzipiengeleitete und wirkungsorientierte Philanthropie kann eine wichtige Ergänzung staatlichen Handelns sein.

Wie auch Prof. William MacAskill im Gespräch mit Effektiv Spenden-Geschäftsführerin Anne Schulze zum Thema ausführt: Gerade zur Lösung der wichtigsten globalen Probleme werden oft strukturell zu wenig staatliche Mittel aufgewendet. Denn nationale Regierungen sind vorrangig dafür zuständig, die Interessen ihrer eigenen Bevölkerungen zu vertreten, und entsprechend werden die Steuergelder ausgegeben. Besonders bedürftige Gruppen wie z.B. die Ärmsten der Welt oder auch Tiere und künftige Generationen kommen dabei systematisch zu kurz.

Hinzu kommt die inhärente Trägheit vieler staatlicher Systeme infolge derer oft viele Jahre vergehen zwischen dem Auftreten neuer Herausforderungen und der Verankerung von Lösungen im Staatsbetrieb. Philanthropisch finanzierte Nichtregierungsorganisationen (NGOs) können hier als Impulsgeber eine beschleunigende Rolle spielen. (Die Bedeutung dieser Funktion von Philanthropie im Kontext der Verteidigung und Weiterentwicklung der Demokratie erläutern wir in einem eigenen Artikel.)

In einem idealen politischen System, in dem Steuermittel unparteiisch und nach wohl abgewogenen globalen Prioritäten agil eingesetzt werden, mag es keine Notwendigkeit für Philanthropie geben. In unserem unvollkommenen System wird sie gebraucht. In unserem unvollkommenen System kann ein gespendeter Euro bei einer hervorragenden NGO, die an einem wichtigen und vernachlässigten Problem arbeitet, oft deutlich mehr bewirken als ein zusätzlicher Euro beim Finanzministerium.

Was kluge Philanthropie alles erreichen könnte, wenn die reichsten 1% der Welt 10% abgeben würden, hat unsere Partnerorganisation Longview Philanthropy eindrucksvoll zusammengestellt.

Vergleichende Kosten-Wirksamkeits-Analysen

Noch hat der Bürgerrat nicht über die Verteilung entschieden und somit können wir Marlene Engelhorns Rückverteilungsansatz noch nicht hinsichtlich der tatsächlich erreichten Wirkung einschätzen.

Klar ist: Eine Menge steht auf dem Spiel. 25 Millionen Euro können sehr viel bewegen. Wie viel Gutes damit aber letztlich bewirkt wird, hängt stark davon ab, wie die Summe eingesetzt wird.

Die Forschung zeigt, dass sich Hilfsorganisationen deutlich stärker in ihrer Wirksamkeit unterscheiden, als gemeinhin angenommen wird. Wir bei Effektiv Spenden gehen davon aus, dass die besten Spendenprojekte bis zu 100-mal mehr bewirken als durchschnittliche Initiativen.

Denn während das Wohlergehen aller Menschen gleich wichtig ist, sind nicht alle Probleme gleich groß oder gleich gut lösbar. So ist es klüger, an einem Problem zu arbeiten, das viele Menschen in hohem Maße betrifft und gleichzeitig verhältnismäßig leicht (und damit günstig) lösbar ist, als sich auf ein Problem zu fokussieren, das nur wenige Menschen betrifft und schwierig (und damit teuer) zu lösen ist.

Auch unabhängig davon, an welchem Thema eine Organisation arbeitet, gibt es gravierende Unterschiede, wie gut die Lösungsansätze der Organisationen funktionieren und wie gut sie umgesetzt werden.

Herkömmliche Auswahlkriterien wie etwa das Vorhandensein eines Spendensiegels, das Verhältnis von Verwaltungs- und Projektkosten oder auch einfach die Größe und Bekanntheit der Organisation sind leider wenig sinnvoll. Ebenso wenig hilft Vertrauen auf einen effizienten Spendenmarkt.

Entscheidend ist aus unserer Sicht, welche Wirkung ein Spendenprojekt im Verhältnis zu seinen Kosten erzielt (Kostenwirksamkeit). Je mehr Gutes ein Projekt pro gespendetem Euro bewirkt, je mehr Menschen oder Tieren es damit etwa hilft, desto besser. Dank einer Vielzahl methodischer Innovationen in den letzten Jahrzehnten, lässt sich die Kostenwirksamkeit von Organisationen heute durch wissenschaftliche Studien und Analysen einigermaßen einschätzen, und grob zwischen Organisationen vergleichen.

Weltweit führend bei solchen vergleichenden Kosten-Wirksamkeits-Analysen ist unsere US-amerikanische Partnerorganisation GiveWell. Das Forschungsinstitut investiert jährlich über 50.000 Arbeitsstunden darin, die weltbesten Hilfsorganisationen zu finden. Auf dieser Forschung beruhen die Spendenempfehlungen von Effektiv Spenden im Bereich Armut bekämpfen.

GiveWell schätzt, dass bereits mit etwa 5.000 Euro statistisch das Leben eines Kleinkindes gerettet werden kann. Eine absolut verblüffende Zahl, wenn man bedenkt, dass im EU-Durchschnitt statistisch über 3 Millionen Euro dafür ausgegeben werden, um einen zusätzlichen Todesfall im Eisenbahnverkehr zu verhindern.

Derlei Berechnungen können schnell einmal nach oben oder unten abweichen. Aber das ändert nichts daran, wie gewaltig die Unterschiede in den Größenordnungen sind.

Solche großen Unterschiede in der Kostenwirksamkeit sind nicht auf den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit beschränkt. Sie finden sich auch in anderen Themenfeldern wie im Klima– oder Tierschutz, in der Demokratieförderung und bei der Minderung existenzieller Risiken.

Was 25 Millionen bewirken können

Für Marlene Engelhorns Rückverteilung bedeutet das, dass sie – maximal wirkungsorientiert umgesetzt – auch über die große Öffentlichkeitswirksamkeit hinaus wirklich Erstaunliches bewegen kann.

Seriöse Kosten-Wirksamkeits-Analysen sind immer nur nachträglich möglich. Orientiert man sich allerdings grob an Zahlen aus der Vergangenheit, so könnten 25 Millionen Euro jeweils eines der folgenden Ziele erreichen:

  • ca. 5.000 Kleinkinder vor dem Tod durch Malaria oder ähnlich gut vermeidbare Todesursachen retten,
  • das Haushaltseinkommen von über 27.000 5-köpfigen Familien in extremer Armut ein Jahr lang verdoppeln,
  • Emissionseinsparungen von mehr als 25 Millionen Tonnen CO2 erzielen,
  • 10 Millionen Hühnern ein Leben ohne qualvolle Käfighaltung ermöglichen oder
  • das globale philanthropische Budget zur Prävention atomarer Auseinandersetzungen für ein Jahr fast verdoppeln.

5 Empfehlungen an den Guten Rat

Bei aller Kritik wünschen wir dem Guten Rat für seine verbleibenden Beratungen viel Erfolg und möchten ihm abschließend noch die folgenden Denkanstöße mit auf den Weg geben.

  1. Denkt global: Eine Rückverteilung kann erheblich mehr bewirken, wenn sie die größten Probleme der Welt angeht und international führende Organisationen unterstützt. Das gilt besonders bei der Armutsbekämpfung, aber auch darüber hinaus.
  1. Priorisiert Probleme: Die Wirkung einer Spende hängt stark vom Themenfeld ab. Konzentriert euch auf große, aber vernachlässigte Probleme, für die es bewährte Lösungen gibt. Nehmt dabei auch die Interessen von Tieren und künftigen Generationen in den Blick. Für besonders wichtig halten wir die Bekämpfung extremer Armut, wirksamen Klimaschutz und Tierschutz, den Erhalt der Demokratie sowie die Minderung existenzieller Risiken.
  1. Folgt wissenschaftlichen Studien und Analysen: Macht euch keine Gedanken über Spendensiegel oder Verwaltungskosten, sondern vertraut auf wirkungsorientierte Evaluierungen von unabhängigen Gutachtern. Nutzt den Rat von Expertinnen.
  1. Setzt auf spezialisierte Organisationen: Organisationen, die eine oder einige wenige Interventionen hocheffizient umsetzen, sind meist die bessere Wahl als große Hilfsorganisationen, die viele ganz unterschiedliche Projekte durchführen.
  1. Überfordert Organisationen nicht: Achtet darauf, ob eine Organisation umfangreiche zusätzliche Mittel auch tatsächlich gut verarbeiten kann.

Wir bei Effektiv Spenden stehen allen Interessierten immer gern unverbindlich mit unserer Expertise zur Verfügung. Als gemeinnützige und spendenfinanzierte Organisation ist unsere Beratung grundsätzlich kostenlos und unabhängig.

(Bildquelle: Screenshot der auf YouTube veröffentlichten Pressekonferenz zum Guten Rat vom 9. Jänner 2024 abgerufen am 3. Mai 2024)

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