Rutger Bregman spendet 10%

Spenden kann kompletter Blödsinn sein oder das Großartigste, was Du je in Deinem Leben machst. Man muss nur genau hinschauen. Rutger Bregman, Historiker und Autor (u.a. Utopien für Realisten und Im Grunde gut) schildert im Gespräch mit Effektiv Spenden seine persönlichen Erfahrungen mit Philanthropie.

Sebastian: Hallo Rutger. Wir haben unsere Spenderinnen gefragt, wie sie auf uns aufmerksam geworden sind. Niemand wurde öfter genannt als Du. Ich nehme an, dass zumindest einer der Gründe dafür ist, dass Du nicht nur über die Thematik sprichst, sondern auch wirklich aktiv wirst, indem Du Dich über unsere internationale Partnerorganisation Giving What We Can öffentlich verpflichtet hast, mindestens 10% Deines Bruttoeinkommens an effektive Hilfsorganisationen zu spenden.[1] Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Rutger: Naja, das alles begann mit der Erkenntnis, dass wir in den reichen Ländern sehr reich sind. Die meisten Menschen in reichen Ländern haben keine Ahnung, wie reich sie wirklich sind. Aber historisch und global gesehen sind die Leute hier sehr, sehr, reich. Ich habe mir zum Beispiel gerade die Zahlen angesehen: Wer in Deutschland einen Durchschnittslohn hat, gehört schon zu den reichsten 3% der Welt.[2] Ich meine, wir alle wissen um die Ungleichheit, wir betrachten sie normalerweise aber aus einer nationalen Perspektive. Die größte Ungleichheit spielt sich aber international ab. Um ehrlich zu sein, habe ich eine ganze Weile geglaubt, dass die meisten Wohltätigkeitsorganisationen unwirksam sind und dass es oft gar nicht sehr sinnvoll ist zu spenden. Als ich dann aber älter wurde, habe ich mich gefragt, ob das vielleicht einfach nur eine Ausrede dafür ist, nichts zu tun und faul und zynisch zu bleiben. Und da entdeckte ich die Bewegung des Effektiven Altruismus. Ich war enorm begeistert, als ich davon erfuhr. Man muss sich einfach nur schlau machen, einfach nur ein wenig recherchieren. Natürlich gibt es auch ineffektive Wohltätigkeitsorganisationen. Es gibt ja z. B. auch viele ineffektive Unternehmen, nicht wahr? Andauernd gehen Unternehmen pleite. Warum sollte das also nicht auch für Wohltätigkeitsorganisationen gelten? Aber es gibt auch enorm effektive Wohltätigkeitsorganisationen. Und gerade weil in der Welt, in der wir leben, so viel Ungleichheit herrscht, kann man als Teil der globalen Elite einen riesigen Unterschied machen. Wir alle erinnern uns an den Slogan von Occupy Wall Street: „Wir sind die 99%“. Und das mag auf nationaler Ebene stimmen, aber auf globaler Ebene sind wir eher die 1%. Ich finde, das gibt uns eine große Verantwortung, Gutes zu tun. Tatsächlich ist spenden eine der effektivsten Möglichkeiten, um als Bewohnerin eines reichen Landes etwas in dieser Welt zu bewirken. Das ist erstaunlich. Aber mit nur 4.000 Euro kann man nach unseren besten Schätzungen ein Leben retten. Ich meine, ein Leben zu retten ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Dinge, die man im Leben jemals tun kann. Ich behaupte nicht, dass es billig ist, aber für die meisten von uns ist es machbar, wenn wir das Geld ansparen. Und die Forschung zeigt, dass mit einer Geldspende z. B. an die Against Malaria Foundation ein Leben gerettet wird. Mir wurde klar, dass die Einwände, die wir gegen solche Tatsachen haben, lediglich Ausreden sind, die wir uns einfallen lassen, damit wir nichts tun müssen.

Sebastian: Vielen Dank für die Erklärung. Ich sehe das natürlich genauso, würde aber gerne noch etwas tiefer eintauchen, denn an eine effektive Wohltätigkeitsorganisation zu spenden ist eine Sache, aber 10% des Bruttoeinkommens zu spenden… Auch wenn die meisten Menschen in Deutschland oder den Niederlanden im Vergleich zum Rest der Welt reich sind, gewöhnt sich doch jeder an das Geld, das er hat, und es ist immer noch eine Herausforderung freiwillig auf einen nennenswerten Teil davon zu verzichten. Wie denkst Du darüber?

Rutger: Das verstehe ich. Ich denke nicht, dass man ein Heiliger ist, wenn man 10% seines Einkommens spendet. Ich kenne einige Leute, die viel mehr als das geben, und selbst die sind keine Heiligen. Es ist so: Die Zahl 10% hat eine starke historische und religiöse Grundlage. Sie ist in vielen Religionen zu finden – der bekannte „Zehnt”. So ist es im Christentum und in der jüdischen Religion. Muslime sind verpflichtet, 2,5% ihres Vermögens abzugeben, was oft mehr oder weniger den 10% ihres Einkommens entspricht. Viele Menschen tun dies schon seit langer Zeit. Es stimmt, dass die Menschen heute, insbesondere in den europäischen Ländern, sehr wenig für wohltätige Zwecke spenden. Ich kenne die Zahlen aus den Niederlanden, und dort spenden die Menschen nur 0,5% für wohltätige Zwecke.

Sebastian: In Deutschland ist es leider noch weniger.

Rutger: Ja. Das ist ehrlich gesagt schon schockierend. Aber auch hier liegt es daran, dass sich viele von uns gar nicht darüber im Klaren sind, wie reich wir eigentlich sind. Ich meine, wir geben sehr viel Geld für Urlaub aus, für alle Arten von Luxusgütern, für Autos usw. – für viele Dinge, die wir, wenn wir ehrlich sind, nicht wirklich bräuchten. Ich denke, dass die meisten Menschen zugeben müssen, dass 10% machbar sind. Und damit wir uns richtig verstehen – damit spreche ich nicht die Menschen am unteren Ende der Einkommensverteilung an. Es ist vielmehr eine Botschaft an die Menschen an der Spitze der Einkommensverteilung. Also jeder, der über dem Durchschnittslohn liegt, jeder, der, sagen wir, mehr als 40.000 Euro im Jahr verdient. Ich schätze, die meisten Leute, die dieses Interview lesen, werden zu dieser Kategorie gehören. Diese Menschen befinden sich in einer sehr glücklichen Position. Nur leider leben wir häufig in unserer kleinen Blase; uns ist nicht bewusst, wie ungewöhnlich unser Leben im Vergleich zum Rest der Welt ist.

Rutger Bregman – Historiker, Journalist und Buchautor – spendet selber jedes Jahr mindestens 10% seines Bruttoeinkommens. Foto: Maartje ter Horst

Sebastian: Du hast bereits das Recherchieren von gemeinnützigen Organisationen und die Against Malaria Foundation als ein herausragend gutes Beispiel aufgeführt. Wie gehst Du denn vor, wenn Du sinnvolle Organisationen finden willst? Wie hast Du von der Against Malaria Foundation erfahren?

Rutger: Nun, das Tolle ist ja, dass man nicht alles selbst recherchieren muss. Es gibt großartige Institutionen, insbesondere der Think Tank GiveWell in den Vereinigten Staaten, die jedes Jahr durch sehr aufwendige Untersuchungen herausfinden, welche die effektivsten Wohltätigkeitsorganisationen sind, die es derzeit gibt. Und genau so etwas nutze ich dann. Ich verwende auch die Effective Altruism Funds. Dort vertraut man im Grunde einer Gruppe von Expertinnen sein Geld an und sie spenden es sinnvoll. Ich sehe ein, dass diese Art und Weise den meisten Leuten vielleicht nicht dieses schöne, warme Gefühl gibt, das sie suchen. Mir geht es manchmal auch so. Daher gehen die meisten meiner Spenden an den Effective Altruism Global Health and Development Fund[3], denn das ist für mich das Wichtigste. Aber vor kurzem habe ich auch an Proveg in den Niederlanden gespendet.[4] Das ist eine hocheffektive Organisation, die pflanzliche Ernährung fördert, was ich ebenfalls für unglaublich wichtig halte. Und dann erhielt ich sofort eine E-Mail, in der sie sich bei mir bedankten. Ich dachte: Oh, wow, wie schön! Aber um ehrlich zu sein, hatte ich das Gefühl, dass diese Spende weniger wichtig war als die globale Gesundheit, die ich erwähnt hatte – wahrscheinlich im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich bin mir nicht sicher. Ich meine, man kann so oder so argumentieren, und man sollte hier nicht zu fundamentalistisch werden. Wir können nicht alles berechnen, aber wir können uns zumindest die Frage stellen: Was ist am effektivsten? Ich will damit nicht sagen, dass wir berechnen können, wie effektiv Amnesty International ist oder so. Aber wir können Fragen stellen. Das ist für mich das, was den Effektiven Altruismus ausmacht. Es ist keine Ideologie – es ist eine Frage.[5] Wenn wir also versuchen, Gutes zu tun, sollten wir uns fragen, wie wir unsere begrenzte Zeit und unsere Ressourcen nutzen. Und weil wir in einer so verrückten Welt mit so vielen niedrig hängenden Früchten leben, kann jeder Einzelne aus einem sehr reichen Land enorm viel Gutes tun. Ich betrachte das übrigens sowohl aus der Perspektive der Verpflichtung – ich finde, wir haben eine moralische Verpflichtung, mindestens 10% unseres Einkommens zu spenden. Aber ich betrachte es auch aus der Perspektive der Begeisterung. Es ist einfach eine wirklich tolle Sache und wahrscheinlich eines der wichtigsten Dinge, die wir in unserem Leben tun können. Viele von uns haben ziemlich langweilige Jobs – wir schreiben Berichte, die nie jemand lesen wird; wir schicken E-Mails an Leute, die wir nicht mögen. Und wenn wir dann plötzlich merken, dass es uns möglich ist, das Leben anderer Menschen zu retten, ist das verdammt genial! Wir leben in einer Welt, in der so viele Menschen an leicht vermeidbaren Ursachen sterben, ob es nun Durchfall oder Malaria ist. Und wir wissen, welche Lösungen es gibt und welche Organisationen besonders effektiv sind. Es gibt einem so viel zurück, Teil einer Bewegung zu sein, die versucht, wirklich etwas zu bewirken.

Sebastian: Sehe ich genauso. Gleichzeitig denke ich: Als wir vor drei Jahren Effektiv Spenden ins Leben gerufen haben, wurde auch der 50. Jahrestag der Mondlandung gefeiert. Das ist natürlich toll, aber wie kommt es, dass selbst 50 Jahre, nachdem wir einen so unglaublichen technologischen Durchbruch erzielt haben, immer noch mehr als 800 Millionen Menschen auf der Erde in extremer Armut leben?

Rutger: Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie viel Fortschritt wir bereits gemacht haben. Die extreme Armut ist seit den 1980er Jahren um 50% zurückgegangen. Auch ist die Kindersterblichkeit seit den 1980er Jahren massiv zurückgegangen.[6] Heute sind so viel mehr Menschen geimpft. Wir haben große Fortschritte im Kampf gegen Malaria gemacht, vor allem wegen der verteilten Moskitonetze. Kürzlich wurde ausgerechnet, dass durch die Bewegung des Effektiven Altruismus mehr als 400 Millionen Moskitonetze verteilt wurden, die wahrscheinlich etwa 100.000 Menschenleben gerettet haben.[7] Das ist immerhin schon mal die Größe einer kleineren Stadt. Das alles geschieht also genau jetzt, und die Menschen können sich daran beteiligen, ohne dass sie dafür große Opfer bringen müssen. Ich finde das absolut außergewöhnlich. Und wir haben einfach so viel mehr Möglichkeiten, als die Menschen früher. Wenn man z. B. im 17. oder 15. Jahrhundert gelebt hat, war man dazu nicht in der Lage. Man konnte durchaus etwas Gutes tun, ja. Aber wir befinden uns in einer globalisierten Welt an der Spitze der Einkommensverteilung, wo wir Entscheidungen treffen können, die für uns kein großes Opfer bedeuten und für andere Menschen auf der anderen Seite des Globus einen enormen Unterschied machen können. Für mich sagt das alles.

Sebastian: Ich habe kürzlich in einem Interview gehört, wie Du über Dein jüngeres Ich gesprochen hast und dass Du nicht immer 10% gespendet hast und erst vor kurzem Deine Ernährung umgestellt hast und Veganer geworden bist. Kannst Du mir ein wenig über deinen Weg erzählen oder darüber, wie Du Dich verändert hast?

Rutger: Mein letztes Buch, „Im Grunde gut: Eine neue Geschichte der Menschheit”, war ein Buch über den grundlegenden menschlichen Anstand. Ich habe versucht, klarzumachen, dass die Menschen im Grunde genommen keine Monster sind, sondern dass wir uns eher hin zu Kooperation und Zusammenarbeit entwickelt haben. Es gibt eine Menge wissenschaftlicher Beweise, die in die Richtung deuten, dass wir eindeutig keine Engel sind, aber wir sind, wie einige Wissenschaftler es nennen, ein Produkt des Überlebens der Freundlichsten. Das ist unsere geheime Superkraft, unsere Fähigkeit, in einem Ausmaß zu kooperieren, wie es kein anderes Tier kann. Nachdem ich das Buch allerdings fertiggestellt hatte, habe ich befürchtet, dass diese Sichtweise vielleicht auch eine Ausrede für die Menschen sein könnte, getreu dem Motto: „Ach, die Welt ist doch in Ordnung, mir geht es gut. Ich habe mich so entwickelt, dass ich gut bin. Lass uns einfach das Leben genießen“. Aber die Leute, die ich in der Geschichte bewundere, haben nicht nur darüber geredet, dass wir das System ändern müssen, sondern sie haben es auch getan. Ich finde die Einstellung „practice what you preach” unglaublich wichtig. Zur Zeit läuft diese Diskussion unter Progressiven und Linken, die besagt: „Ach, sprechen wir nicht über individuelle Veränderungen, denn das ist neoliberal. Reden wir lieber über Systemveränderungen“, aber wir müssen natürlich beides tun. Und wenn man sich die beeindruckendsten Reformerinnen, Propheten und Aktivistinnen in der Geschichte anschaut, dann haben sie allesamt beides getan. Ich lese gerade ein Buch über Anthony Benezet, einen der wichtigsten Abolitionisten, der als Vater des Abolitionismus bezeichnet wird. Er führte im 18. Jahrhundert den Kampf gegen den Sklavenhandel und die Sklaverei an. Wenn man ihm gesagt hätte: „Es geht nur um das System. Es geht nicht um das Individuum“, hätte er gesagt: „Du bist ein Heuchler.“ Natürlich geht es auch um den Einzelnen, denn er wusste, dass er viel überzeugender wäre, wenn er das, was er predigt, auch tatsächlich in die Tat umsetzt. Denn menschliches Verhalten ist ansteckend. Wir sind keine Individuen, wir sind keine einzelnen Atome, aber wir beeinflussen uns ständig gegenseitig durch unser Verhalten. Ich glaube, dass das bei Geben und Spenden auch so sein kann. Deshalb finde ich es wichtig, seine Spenden öffentlich zu machen. Natürlich nicht, um zu prahlen, und man muss auch ein bisschen vorsichtig sein. Aber das ist auch der Grund, warum ich den „Giving What We Can“-Pledge unterschrieben habe. Ich will zeigen: „Leute, wenn ihr meine Arbeit mögt, schaut sie euch an, denn das hier finde ich wirklich wichtig.” Es hat in meinem Leben einen großen Unterschied gemacht, mindestens 10% meines Einkommens für hochwirksame Zwecke zu spenden. Und ich denke, als Bestsellerautor kann man sogar noch etwas mehr als 10% spenden, aber 10% sind ein guter Anfang.

Sebastian: Du hast gerade von Systemwandel gesprochen, da muss ich Dein berühmtes Zitat anführen, das Du vor ein paar Jahren in Davos gegeben hast: „Steuern, Steuern, Steuern. Alles andere ist meiner Meinung nach Schwachsinn.“ („Taxes, taxes, taxes. All the rest is bullshit in my opinion.”). Ist Spenden also nicht auch Schwachsinn, und sollten wir uns nicht alle für ein strengeres Steuerrecht oder die Durchsetzung des Steuerrechts einsetzen?

Rutger: Naja, der Großteil der Philanthropie von Milliardären ist Schwachsinn. Absoluter, völliger, totaler Schwachsinn. Die meisten Milliardäre geben ihre Philanthropie für alberne Kunstmuseen aus oder sie spenden sie ihrer Alma Mater oder dergleichen. Sie spenden 150 Millionen an die Yale University, eine Universität, die bereits unglaublich reich ist. Das ist die Art von Philanthropie, die oft auch dazu benutzt wird, um von ihren korrupten Geschäftsmodellen abzulenken oder Steuern zu hinterziehen. Das ist die Art von Philanthropie, die ich strikt ablehne. Das heißt aber nicht, dass ich generell gegen Spenden und Philanthropie bin. Ganz und gar nicht. Natürlich muss man als erstes Steuern zahlen. Damit fängt es an. Aber danach haben reiche Leute immer noch eine Menge Geld, und sie brauchen nicht alles für sich selbst auszugeben. Danach, ja, dann sollte man darüber nachdenken, welche philanthropischen Verpflichtungen man hat. Und wie ich schon sagte, geht es nicht nur um Verpflichtungen. Es macht auch einfach Spaß. Reich zu werden ist eine Sache, aber es gibt eine Menge reicher Leute auf dieser Welt. Und glaub mir, ich habe schon einige von ihnen getroffen – viele von ihnen sind nicht besonders beeindruckend. Man kann ein Unternehmen gründen, es verkaufen, Geld verdienen und es dann für unnütze Dinge ausgeben. Ich habe kürzlich mit einem Milliardär gesprochen, der den ziemlich dummen Plan hatte, eine Yacht zu kaufen. Das ist doch erbärmlich, oder? Es ist einfach so traurig. Hat er das wirklich nötig? Hat er so ein kleines Ego, dass er das Loch in seiner Seele mit einer großen Yacht füllen muss? Es ist doch viel aufregender, darüber nachzudenken, wie man in Erinnerung bleiben wird und was man in dieser Welt bewirken kann. Und da spielt die Philanthropie natürlich eine enorme Rolle, vor allem, wenn man das Glück hatte, reich zu werden, sein Unternehmen für viel Geld zu verkaufen, usw. Das ist meine Ansicht. Ich denke nicht, dass sich diese Dinge gegenseitig ausschließen. Ich werde nur sehr wütend, wenn Leute ihre Philanthropie nutzen, um von ihrer Steuerhinterziehung und ihren korrupten Geschäftsmodellen abzulenken.

Rutger Bregman – Historiker, Journalist und Buchautor – glaubt, dass man auch mit Spenden die Welt verbessern kann. Foto: Maartje ter Horst

Sebastian: Neben Covid trifft uns die Klimakrise immer härter, wir töten mehr Tiere als je zuvor, es gibt wieder Krieg in Europa… Und obendrein tragen diese Dinge auch noch dazu bei, dass die Zahl der Menschen in extremer Armut wieder steigt. Dennoch bestehst Du in deinem Buch „Im Grunde gut“ darauf, dass die Menschen im Grunde ihres Herzens gut sind. Wenn das so ist, warum ist die Welt dann nicht in besserer Verfassung? Wie schaffst Du es, optimistisch zu bleiben?

Rutger: Nun, der Mensch hat natürlich die außergewöhnlich gut entwickelte Fähigkeit, die Augen zu verschließen. Wir alle sehen uns als moralische Wesen, oder? Nicht als Heilige, aber im Allgemeinen sehen wir uns gerne als „im Grunde gut“. Aber natürlich belügen wir uns auch gerne selbst. Ich habe letztes Jahr über den Kampf gegen die Sklaverei recherchiert, und es ist sehr schwierig für uns, wirklich zu verstehen, wie normal die Sklaverei während des größten Teils der Menschheitsgeschichte war, nicht wahr? Wenn Du Dich 1750 an eine Straßenecke gestellt und gesagt hättest: „Lasst uns die Sklaverei abschaffen!”, hätten Dich neun von zehn Leuten ausgelacht, und der zehnte hätte gesagt: „Naja, im Prinzip stimme ich dir zu, aber Du weißt selbst, dass das nicht möglich ist.” Das ist eine interessante Tatsache über die Menschheit. Es fällt uns schwer, die Realität so zu sehen, wie sie wirklich ist. Aber das ist es auch, was mir am Effektiven Altruismus gefällt. Er ermutigt mich, mit dem Zeitungslesen aufzuhören, innezuhalten und zu sehen, was die wirklich größten Probleme der Welt sind. Und vieles, worüber wir uns tagtäglich Sorgen machen, sind womöglich gar nicht die größten Probleme. Die Menschen denken oft, dass der Klimawandel in der Zukunft viel Schaden anrichten wird und die Menschen in der Zukunft leiden werden. Aber die Menschen leiden doch schon heute. Wie ich bereits sagte, sterben Millionen von Menschen an Ursachen, die leicht vermeidbar wären. Ich bin gerade Vater geworden. Und allein die Tatsache, dass so viele Kinder auch heute noch sterben, bevor sie das fünfte Lebensjahr erreicht haben, liegt an so einfachen Gründen wie dem fehlenden Zugang zu Antibiotika, Impfstoffen und Anti-Malaria-Bettnetzen. Diese Dinge sind aktuelle Probleme und wir haben auch die Lösungen dafür. Wir wissen, was wir dagegen tun können. Ich zitiere immer gerne den Statistiker Hans Rosling, der sagte, die Welt sei in einem schlechten Zustand, aber sie werde besser. Sie ist jedoch in einem sehr schlechten Zustand, vor allem, wenn man sie damit vergleicht, wie sie sein könnte. Wir sind so unglaublich reich. Wir haben die Mittel, um so viele unserer Probleme zu lösen. Zukünftige Historikerinnen werden über unsere Apathie entsetzt sein. Aber gleichzeitig ist das ganze auch irgendwie aufregend, denn wenn man aufwacht und erkennt, wie viele niedrig hängende Früchte es gibt, kann man einen enormen Unterschied machen.

Sebastian: Dazu hier eine kleine Anekdote: Ich bin auch ein Vater. Und so dumm es auch klingt, aber das Stillen hat meine Frau und mich dazu gebracht, noch einmal darüber nachzudenken, wie wir eigentlich Kuhmilch bekommen. Sie ist ja offensichtlich nicht für Menschen gemacht, sondern für Kälbchen.

Rutger: Ja. Ein gutes Beispiel. Dazu gab es kürzlich eine Umfrage in den Niederlanden. Etwa 40 % der Befragten wussten nicht, dass Kühe schwanger sein und immer wieder schwanger werden müssen, um weiterhin Milch zu geben. Wir haben uns von einigen grundlegenden Fakten über die Welt, in der wir leben, so weit entfernt. Das ist auch der Fall, wenn wir nicht erkennen, wie reich wir sind. Gut, wir haben einfach keine Ahnung. Das mittlere Einkommen in der Welt liegt bei 6 Dollar pro Tag.[8] Wir haben zwar Fortschritte gemacht, aber die große Mehrheit der Bevölkerung ist immer noch sehr arm. Und genau deshalb gibt es so viele niedrig hängende Früchte und wir könnten wirklich etwas bewirken.

Sebastian: Definitiv. Ich habe vor ca. 20 Jahren mal ein Praktikum in Indien gemacht. Da habe ich ein Museum besucht und war regelrecht gelangweilt, denn wie die Leute im Mittelalter Landwirtschaft betrieben haben, kannte ich schon aus deutschen Museen. Aber dann hat mir jemand gesagt, dass es kein historisches Museum ist, sondern eine Ausstellung darüber, wie die Menschen heute in dieser Gegend Landwirtschaft betreiben.[9] Das war vor 20 Jahren, und seitdem hat sich viel verändert, aber für mich ist es immer noch eine starke Erinnerung daran, wie arm die Menschen in einigen Teilen der Welt immer noch sind und wie reich ich bin.

Rutger: Und man muss sich selbst sagen: Es geht nicht um mich. Es geht nicht darum, wie ich mich fühle. Es geht darum, was ich tue. Es geht darum, was ich beitragen kann, und die Auswirkungen meines Handelns – das ist viel wichtiger. Und wenn man das auf lange Sicht tut, wird man sich auch selbst gut fühlen. Bitte nicht falsch verstehen – ich finde es enorm erfüllend, Teil dieser Bewegung zu sein. Und in gewisser Weise liegt darin auch die Freiheit, ein Leben zu führen, das sich von dem unterscheidet, was die Leute normalerweise tun, und nicht nur den grundlegenden Anreizen zu folgen, wie „Komm, wir kaufen uns ein zweites Auto, genau wie die Nachbarin. Komm, lass uns ein Ferienhaus kaufen, genau wie unsere Freunde.“ Die Menschen sind halt oft ein bisschen wie Schafe. Wir kopieren einander einfach und denken nicht wirklich darüber nach, was wir tun. Und ich glaube, die wahre Freiheit liegt manchmal darin, sich selbst zu binden und bewusst darüber nachzudenken, wie man sein Leben leben will. Und darum geht es für mich auch bei dem Versprechen „Giving What We Can“. Für mich geht es um Freiheit, es geht darum, ein Leben zu führen, das ich tatsächlich leben möchte, anstatt einfach gedankenlos das zu tun, was alle anderen Leute tun.

Sebastian: Ich habe neulich über diese Studien nachgedacht, die besagen: sobald man erst einmal zur Mittelschicht eines reichen Landes gehört, trägt mehr Geld kaum dazu bei, dass man glücklicher wird.[10] Ich habe das Gefühl, dass Effektiver Altruismus die erste Community ist, in der die Menschen auch wirklich danach handeln. Viele andere Menschen wissen das zwar auch, aber geben trotzdem das nächste Gehalt für sich selbst aus, weil sie denken, dass sie die Ausnahme sind und noch mehr Geld sie glücklicher machen wird.

Rutger: Die Menschen haben so viele Meinungen, aber es gibt so wenige Menschen, die tatsächlich nach ihren Meinungen und Werten handeln. Es gab mal eine Umfrage unter Philosophen. In dieser stellte sich heraus, dass Ethikerinnen sowie Moralphilosophen, also Menschen, die sich auf das Studium der Moral und der Frage, wie wir uns verhalten sollten, spezialisiert haben, keine anderen Entscheidungen treffen als der Rest der Bevölkerung.[11] Und dann verbringt man sein ganzes Leben mit dem Studium der Moral. Ich finde das ziemlich deprimierend. Was ich an der Bewegung des Effektiven Altruismus so liebe, ist die Tatsache, dass diese Leute tatsächlich das praktizieren, was sie predigen. Und sie laufen ja auch nicht in Lumpen herum. Sie sind nicht wie Mönche, die ihr eigenes Leben und all ihren Luxus völlig aufgegeben haben. Aber sie tun viel mehr als andere Menschen. Und natürlich kann jeder selbst entscheiden, wie weit er gehen will – ob man z. B. seine Niere einer Fremden spenden will.[12] Das habe ich persönlich jetzt nicht getan. Aber ich finde es schön zu wissen, dass ich mehr tue und zwar ein ganzes Stück mehr als der Durchschnitt. Und trotzdem fühlt es sich nicht wie ein großes Opfer an.

Sebastian: Immer, wenn ich das Spenden von 10% des Einkommens erkläre oder bewerbe, sage ich folgendes: Es stimmt, dass Covid und die aktuelle Inflation gerade auch vielen Menschen in reichen Ländern zu schaffen machen, aber wenn man sich die langfristigen Trends oder auch nur das letzte Jahrzehnt anschaut, lag das reale Lohnwachstum in Deutschland oft deutlich über 1%. Das bedeutet: Das letzte Mal, dass viele Menschen von 10% weniger lebten, ist oft nicht mal ein Jahrzehnt her.[13] Wie schlimm war es wirklich? Haben wir wirklich gelitten, weil wir im Vergleich zu heute so arm waren und so wenig zu konsumieren hatten, mit dem iPhone 4 statt iPhone 13 leben mussten? Also ich nicht.

Rutger: Da kann ich nur zustimmen.

Sebastian: Bei meiner nächsten Frage denke ich besonders an Leute, die durch Deine Werke inspiriert wurden, mehr Gutes zu tun. Welche anderen Bücher, Videos oder Podcasts, etc. kannst Du empfehlen? Was hat Dich inspiriert?

Rutger: Nun, ich würde den Leuten natürlich empfehlen, ein bisschen über die Bewegung des Effektiven Altruismus zu recherchieren und vielleicht einer lokalen Gruppe beizutreten, z. B. an ihrer Universität, wenn sie Studentinnen sind. Es ist unglaublich wertvoll, Gleichgesinnte zu treffen, die einen inspirieren können und einem die Energie geben, weiterzumachen. Für mich hat sich das ungemein gelohnt. Ansonsten kann man natürlich die Klassiker lesen: Ich liebe die gesamte Arbeit von William MacAskill – „Gutes besser tun” („Doing Good Better”) und sein jüngstes Buch „What We Owe the Future”. Auch Julia Galef hat ein sehr schönes Buch geschrieben – „The Scout Mindset” – das ich empfehlen kann. Hier geht es um die Denkweise der Menschen dieser Bewegung. Bei manchen Leuten kann schon mal der Eindruck entstehen: „Ja, ja, ihr habt’s raus, was die effektivsten Wege sind, Gutes zu tun. Ihr seid doch völlig dogmatisch.“ Das ist jedoch ganz und gar nicht der Fall. Effektiver Altruismus ist eine Frage – keine Antwort. Es geht darum, sich immer wieder die Frage zu stellen, ob dies der beste Einsatz meiner Zeit, meiner Ressourcen und meines Geldes ist. Das ist es, worum es wirklich geht. Ich finde ein gewisses Maß an intellektueller Bescheidenheit hier sehr wichtig und wertvoll, und das ist auch in der Bewegung ziemlich präsent. Also, die zuvor genannten Bücher könnten sehr nützlich für den Einstieg sein. Sind sie ins Deutsche übersetzt worden?

Sebastian: „Doing Good Better“ ist bereits auf Deutsch erschienen, „The Scout Mindset“ von Julia Galef noch nicht. „What We Owe the Future“ steht kurz vor der Übersetzung, zumindest laut meinem letzten Kenntnisstand. Und wir sind gerade dabei, bei der Übersetzung der aktualisierten Version von „The Life You Can Save” von Peter Singer zu helfen.

Rutger: Das ist auch ein großartiges Buch. Aber ich finde, wir brauchen ein neues. Vielleicht sollte ich es schreiben.

Sebastian: Tu das sehr gerne.

Rutger: Ist eigentlich gar nicht schwierig, oder? Sobald man erkennt, dass man zu der klitzekleinen Minderheit unglaublich reicher Menschen gehört, und man sowohl historisch als auch global gesehen zu einer sehr glücklichen Elite gehört, dann hat man ja auch eine gewisse Verantwortung. Und wenn man diese Verantwortung erst einmal übernommen hat, wird man feststellen, dass das sogar richtig Spaß macht. Und es ist viel erfüllender als sich beispielsweise ein neues iPhone zu kaufen, während das alte noch völlig in Ordnung war.

Sebastian: Ich habe das Gefühl, dass wir noch in den Anfängen des Effektiven Altruismus und auch des effektiven Spendens stehen. Die Leute, mit denen ich so spreche, haben meistens noch nie etwas davon gehört, bei vielen macht es dann aber einfach Klick, wenn sie mehr darüber wissen. Sie waren in gewisser Weise schon an Bord und mussten nur noch erfahren, dass es bereits einige Organisationen gibt, die in diesem Bereich arbeiten. Daher sehe ich, dass es zumindest in Deutschland immer noch eine Menge niedrig hängender Früchte gibt – Menschen, die einfach nur ermutigt werden müssen, nach ihren Überzeugungen zu handeln.

Rutger: Ich schätze, was wirklich hilft, ist, dass man seine Spenden nicht privat machen sollte, sondern als Teil einer öffentlichen Aktivität. Ich habe das lange Zeit nicht getan. Tatsächlich habe ich mich fast gar nicht philanthropisch betätigt, weil ich dachte: Ach, damit beschäftige ich mich später noch. Erst als ich anfing, mit Leuten darüber zu sprechen und mich öffentlich verpflichtete, mindestens 10% meines Einkommens zu spenden, wurde es Teil meines Lebens. Also spende ich jetzt jedes Jahr, nachdem ich meine Steuererklärung gemacht habe, denn mit den Steuern fängt es an. Ich schaue, wie viel Steuern ich zurückbekomme, dann berechne ich, wie hoch mein Bruttoeinkommen in dem Jahr war. Ich ziehe 10% ab und weiß, wie viel ich spenden muss. Meine Frau macht dasselbe und wir rechnen alles zusammen. Wir haben unser gemeinsames Einkommen und entscheiden auch gemeinsam, wohin wir spenden wollen. Dazu diskutieren wir Fragen, wie: Was ist deiner Meinung nach am wichtigsten? Was hältst Du für effektiv? Was liegt dir am meisten am Herzen und gibt es dafür auch gute Finanzierungsmöglichkeiten, die wirklich etwas bewirken? Welche Studien hast Du gelesen, was habe ich gelesen, usw. Anhand dieser Diskussion treffen wir dann unsere Entscheidung. Und wenn dann jemand von einer Wohltätigkeitsorganisation an der Tür steht und sagt: „Hey, werden Sie doch Mitglied von diesem oder jenem“ und eine nette PR-Geschichte hat, dann fühle ich mich nicht schuldig. Ich habe wirklich überhaupt kein schlechtes Gewissen, wenn ich sage: Nein, tut mir leid, keine Zeit, denn ich fühle mich bereits sehr gut mit dem, was ich tue und mit der Rolle, die Philanthropie in meinem Leben spielt. Ich kann es wirklich nur empfehlen. Das ganze könnte man als jährliche Hausaufgabe bezeichnen. Zuerst zahlt ihr eure Steuern und dann entscheidet ihr, wohin eure 10% gehen.

Sebastian: Klingt sehr gut! Hoffentlich werden viele Menschen diesem Beispiel folgen. Rutger, vielen Dank für deine Zeit und das Gespräch.

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