Wie man Tieren am besten helfen kann

Zwar ist der Fleischverzehr in Deutschland rückläufig. Dennoch starben allein in Deutschland im Jahr 2022 über 750 Millionen Tiere für die Lebensmittel­produktion.[1] Die meisten dieser Tiere leben im Rahmen der konventionellen Landwirt­schaft unter qualvollen, nicht artgerechten Bedingungen. Biofleisch etwa stellt mit einem Anteil von weniger als 4% weiterhin einen vernachlässigbaren Nischenmarkt dar. [2]

Zum Vergleich: in Deutschland werden laut Hochrechnungen jährlich rund 350.000 Tiere neu in Tierheimen aufgenommen.[3] In der Massentierhaltung werden jährlich also mehr als 2.000 (zweitausend!) mal so viele Tiere geschlachtet, als Tiere in Tierheimen aufgenommen werden.

In anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Weltweit werden jedes Jahr über 80 Milliarden Nutztiere geschlachtet, ein Vielfaches der weltweit gehaltenen Haustiere.[4] [5]

Nutztiere haben keine Lobby

Trotzdem gilt die Aufmerksamkeit der meisten Menschen eher den Haustieren. Während der Gesetzgeber etwa bei der Haltung von Hunden in Gehegen eine Fläche zwischen 6-10 m2 zwingend vorschreibt,[6] müssen Schweine, die zum Zeitpunkt ihrer Schlachtung deutlich mehr als 100 kg wiegen, mit lediglich 0,75 m2 auskommen. 

Der Fokus vieler Menschen auf das Leid von Haustieren zeigt sich auch beim Spenden­aufkommen: In den USA gehen beispielsweise nur 0,8% der Spenden an Organisationen, die sich darauf fokussieren, das Leid von Nutztieren zu verringern. (Ähnliche Zahlen liegen für Deutschland leider nicht vor.) Auf jedes Tier in einem Tierheim kommen somit ca. $500 Spenden, während für jedes Tier in der Massentierhaltung nur ca. 0,2 US-Cent gespendet werden!

Der Hebel ist groß

Die Spenden landen also nicht dort, wo sie am dringendsten benötigt werden und den meisten Tieren helfen könnten. Ein Beispiel: Die Unterbringung eines Tieres in einem Tierheim kostet pro Jahr über 1.000 €. Mit demselben Betrag erreicht eine besonders effektive Organisation, die sich für Nutztiere einsetzt – wie z.B. The Humane League – ein Vielfaches. The Humane League würde die 1.000 € unter anderem dafür nutzen, um im Dialog mit Unternehmen bessere Haltungsbedingungen zu erstreiten, Menschen davon zu überzeugen, ihren Fleischkonsum zu reduzieren oder Forschung zu betreiben. Dadurch kann The Humane League unabhängigen Berechnungen zufolge statt dem Leben von lediglich einem Tier das Leben von mehreren Tausend Tieren signifikant verbessern.

Mehr als nur Tierleid

Neben der Linderung des millardenfachen Tierleids gibt es noch weitere Gründe, sich dafür einzusetzen, den Konsum von Tierprodukten weltweit zu reduzieren. So ist die Massentierhaltung für über 10% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich.[7] Das ist mehr als die Emissionen des gesamten Verkehrssektors – also aller Autos, Flugzeuge und Schiffe der Welt – zusammengenommen. Konkret verursacht beispiels­weise die Produktion von 1 kg Rindfleisch über 22 kg CO2-Äquivalente, was einer Autofahrt von mehr als 100 km entspricht.

Darüber hinaus ist die industrielle Tierzucht für einen enorm hohen Wasserverbrauch verantwortlich, trägt durch die Produktion von Gülle zur Verunreinigung von Grundwasser bei und beschleunigt durch die übermäßige Nutzung von Antibiotika die Entstehung von multiresistenten Keimen.

Deine persönliche Beratung

Wer spendet, möchte etwas bewirken. Wir helfen Dir gerne dabei, die größtmögliche Wirkung zu erzielen, entsprechend Deiner Vorstellungen und Werte. Vereinbare einfach einen Termin für Deine persönliche Beratung.

Anne Schulze,
Gründerin & Geschäftsführerin

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Häufige Fragen

Wie viel soll ich spenden?

Wie viel Du spenden möchtest, ist im Endeffekt natürlich Deine ganz eigene, persönliche Entscheidung, aber vielleicht findest Du in dem Artikel „Wie viel soll ich spenden?“ oder „Warum und wie ich spende“ ein paar Inspirationen.

Kann ich meine Spende von der Steuer absetzen?

Ja, Du kannst Deine Spende in Deutschland und der Schweiz von der Steuer absetzen, auch wenn die empfohlenen Organisationen ihren Sitz im Ausland haben. Eine Spenden­bescheinigung für alle Deine Spenden schicken wir Dir automatisch Ende Februar des Folgejahres per E-Mail. Du musst nichts weiter tun.

Ich möchte nicht online spenden, kann ich das Geld auch überweisen?

Sehr gerne kannst Du Deine Spende auch ganz klassisch überweisen. Nutze dafür bitte bei unserem Spendenformular unter „Zahlungsweise“ den Reiter „Überweisung“, hinterlege Deine Daten, die wir für die Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung ) benötigen, und registriere Deine Spende. Du erhältst dann eine E-Mail mit unserem Spendenkonto und einem Verwendungszweck, der es uns ermöglicht, Deine Spende richtig zuzuordnen, sobald Du die Spende überwiesen hast.

Welche Gebühren fallen an? Leitet Ihr meine Spende zu 100% weiter?

Wir leisten die Spendenverarbeitung gebührenfrei, d.h. wir behalten nichts von Deiner Spende für uns. Allerdings fallen z.B. Kreditkarten- oder PayPal-Gebühren der Zahlungs­anbieter an, mit denen wir zusammenarbeiten. Diese sind abhängig von der gewählten Zahlungsweise und berechnen sich wie folgt für Deutschland:

  • Überweisung: Innerhalb des SEPA-Zahlungsraums kostenfrei
  • SEPA-Lastschrift: 0,35 €
  • Kreditkarte: 1,2% + 0,25 € (bei europäischen Karten)
  • PayPal: 1,5% + 0,35 €

Als Zahlungsweise empfehlen wir daher bei Spenden mit Beträgen bis 10.000 € die von uns besonders leicht zu verarbeitende “SEPA-Lastschrift”. Für Beträge ab 10.000 € steht aus sicherheitstechnischen Gründen aktuell nur die Möglichkeit der “Überweisung” zur Verfügung.

Vergleichbare Gebühren würden auch bei einer direkten Spende an die jeweiligen Organisationen anfallen. Wir haben bereits mit allen Zahlungsanbietern verhandelt und besonders günstige Konditionen für gemeinnützige Organisationen erhalten.

Wir selbst finanzieren uns ebenfalls durch Spenden, allerdings komplett unabhängig.

Du kannst hier mehr dazu erfahren.

Wie kann ich meine Dauerspende verändern oder kündigen?

Wenn Du den Betrag Deiner Spende erhöhen oder verringern willst, melde Dich einfach per E-mail an info@effektiv-spenden.org bei uns. Gerne verändern wir auch die Organisationen/Projekte/Fonds, an die Du spendest, falls Du das wünschst. Zahlungsmittel können wir leider nicht ohne Weiteres verändern. Dafür ist eine Kündigung der Spende und eine darauffolgende Neueinrichtung nötig.

Kündigen kannst Deine Dauerspende jederzeit und ohne Angabe von Gründen. Schreibe uns dafür einfach ebenfalls eine formlose E-Mail an info@effektiv-spenden.org oder rufe uns an unter +49 (0)30 / 260 355 19.

Wie tragt Ihr Eure Kosten?

Effektiv Spenden wird von privaten Förderern ermöglicht. Durch diese Unterstützung können sämtliche Verwaltungskosten übernommen werden. Dies erlaubt es uns, Deine Spende an unsere Top-Organisationen vollständig weiterzuleiten. Wir freuen uns aber natürlich auch über Deine Spende an uns als Plattform. Mehr zu unserer Finanzierung findest Du hier.

Quellen

[1] ↑ Schlachtzahlen 2022: Rekordminus bei Fleisch. Albert Schweitzer Stiftung. https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/schlachtzahlen-2022. März 2023.

[2] ↑ Wie hat sich der Marktanteil von Bio-Fleisch entwickelt? Ökolandbau.de. https://www.oekolandbau.de/handel/marktinformationen/wie-hat-sich-der-marktanteil-von-bio-fleisch-entwickelt/. Zuletzt aktualisiert August 2023.

[3] ↑ Mehr als 100.000 Tiere werden jährlich nicht vermittelt. ZDF. https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/tierheime-ueberfuelleung-corona-pandemie-100.html. August 2023.

[4] ↑ Exklusive Fische und Meeresfrüchte. Quelle: Max Roser. How many animals get slaughtered every day? Our World in Data. https://ourworldindata.org/how-many-animals-get-slaughtered-every-day. September 2023. Siehe auch Animal Welfare Explorer. Our World in Data. https://ourworldindata.org/explorers/animal-welfare.

[5] ↑ Genaue Zahlen für Haustiere liegen nicht vor. Schätzungen gehen von über 1 Milliarde Haustiere aus. (Siehe z.B. Global Trends in the Pet Population. Health for Animals. https://www.healthforanimals.org/reports/pet-care-report/global-trends-in-the-pet-population/. September 2022). Zu berücksichtigen ist, dass nur ein sehr geringer Anteil davon in Tierheimen aufgenommen wird.

[6] ↑ Tierschutz-Hundeverordnung, §6. Bundesamt für Justiz. https://www.gesetze-im-internet.de/tierschhuv/BJNR083800001.html. Mai 2001.

[7] ↑ Global emissions from livestock in 2015. Global Livestock Environmental Assessment Model (GLEAM) v3.0. Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) https://foodandagricultureorganization.shinyapps.io/GLEAMV3_Public/. Siehe dazu auch Food production is responsible for one-quarter of the world’s greenhouse gas emissions. Our World in Data. https://ourworldindata.org/food-ghg-emissions. November 2019.