Future Cleantech Architects
Innovative Technologien für Klimaneutralität


Die Future Cleantech Architects (FCA) sind ein gemeinnütziger „Climate Innovation Think Tank“, der sich aus Deutschland heraus für die Entwicklung innovativer, aber bisher vernachlässigter Technologien zur drastischen Reduktion der industriellen Treibhausgasemissionen einsetzt. Dabei konzentriert sich FCA ausschließlich auf hochwirksame Innovationen in vernachlässigten, schwer zu dekarbonisierenden Sektoren wie beispielsweise Zement und Stahl, Luft- und Schifffahrt, oder auch langfristige Energiespeicher.
Besonders am Ansatz von FCA ist hierbei, dass die Organisation nicht nur die Anwaltschaft (Advocacy) für diese Technologien auf politischer Ebene übernimmt, wo sie sich für einen möglichst effektiven Einsatz von Steuergeldern für Innovationen stark macht, sondern auch selbst Teil von Forschungskonsortien zur Entwicklung dieser Technologien ist. Giving Green, ein anerkannter Evaluator für besonders wirkungsvolle Klimainitiativen, führt Future Cleantech Architects als eine von sechs Top-Empfehlungen für den Klimaschutz.
Das Problem
Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen die Energiesysteme weltweit bis Mitte des Jahrhunderts weitgehend dekarbonisiert werden. Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht zwar in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte. Sie schätzt aber, dass ein Drittel der Technologien, die hierfür erforderlich sind, erst noch entwickelt werden
In Branchen wie Zement, Stahl oder der Luftfahrt ist die Dekarbonisierung besonders schwierig, weil viele industrielle Prozesse sich nicht einfach elektrifizieren lassen. Wenn beispielsweise in der Zementherstellung, die für 5% der weltweiten CO2-Emmissionen verantwortlich ist, die Prozess-Energie klimaneutral erzeugt wird, sinken die dabei entstehenden CO2-Emissionen dennoch nur geringfügig, da sie zu einem großen Teil bei der notwendigen chemischen Reaktion selbst entstehen.[2] Die Innovationslücken in diesen so genannten „schwer zu dekarbonisierenden“ Sektoren sind am größten – obwohl Innovation dort am meisten bewegen könnte.
Die Lösung
Genau dort setzt Future Cleantech Architects an. Die FCA-Experten arbeiten mit führenden Vertreterinnen aus Forschung, Industrie, Politik sowie internationalen Organisationen – etwa den Vereinten Nationen oder dem Weltwirtschaftsforum – zusammen, um Innovation zu fördern. FCA stellt seine Einschätzungen beispielsweise regelmäßig auf der UN-Weltklimakonferenz vor, berät Abgeordnete im EU-Parlament und im Bundestag und publiziert Forschungsergebnisse als mehrsprachige Factsheets, als politische Briefings und technische Berichte. Unter dem Titel „Coffee & Cleantech“ organisiert das FCA-Team in regelmäßigen Abständen kurze technische Briefings für politische Entscheidungsträger in Berlin und Brüssel. Bereits 2021 veranstaltete FCA den UNIDO “Global Call for Innovative Solutions in Cleantech and Sustainable Land Management” gemeinsam mit den UN-Sonderorganisationen UN Climate Change und UNCCD. Seitdem veranstaltet FCA mit UN Climate Change, UNIDO und weiteren Partnern das ehrgeizige „Future Cleantech Festival“ in Remscheid, im Juni 2026 bereits zum vierten Mal.
Vielversprechende Innovationen begleitet FCA engmaschig und steht beratend zur Seite. Ist FCA überzeugt von einer Idee, vermittelt die Organisation ihre Beobachtungen und ihr Wissen an Entscheiderinnen in Politik und Wirtschaft. Im Forschungsbereich arbeitet FCA beispielsweise aktiv mit führenden Forschungsinstituten wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Forschungszentrum Jülich oder der Fraunhofer Gesellschaft zusammen.
Die Wirkung
Insbesondere in Europa ist diese Art der Innovationsförderung im Klimaschutz zwar sehr vielversprechend, aber weiterhin vernachlässigt. FCA nimmt hierbei nicht nur auf die politischen Entscheidungsprozesse Einfluss, sondern ist auch selbst als Teil von Forschungsgruppen und gemeinsam mit Unternehmen tätig, um die beschleunigte Anwendung notwendiger Innovationen so gut wie möglich zu fördern.
So konnten die FCA-Mitarbeiterinnen mit ihrer teilweise langjährigen Expertise in sauberer Energiegewinnung bereits die deutsche und europäische Politik beraten, Gesetzgebung beeinflussen (etwa über die Verankerung höherer Quoten für Durchbruchtechnologien bei europäischen Mitgliedstaaten), und im Klimaschutz auf UN-Ebene wichtige Impulse geben.
In einer Forschungsgruppe arbeitet FCA beispielsweise gemeinsam mit ThyssenKrupp und dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum an einem Projekt, bei dem Solarenergie und Kohlenstoff-Abscheidung dafür verwendet werden, um die CO2-Emissionen bei der Zementproduktion so niedrig wie möglich zu halten. Damit können die FCA-Experten ihren Erfahrungsschatz direkt der Forschung und Industrie zugutekommen lassen.
Außerdem kuratiert FCA die Handelsblatt-Serie „Grüne Ideen, die die Welt verändern“. Jeden Monat wird dort auf einer Doppelseite eine vernachlässigte Technologie vorgestellt. Mittlerweile hat FCA damit bereits knapp 13 Millionen Leserinnen und Leser erreichen können.
Die Organisation
Future Cleantech Architects wurde 2020 von Dr. Peter Schniering im nordrhein-westfälischen Remscheid gegründet. Peter Schniering hat im Bereich Klimapolitik promoviert und vor der Gründung der Denkfabrik die Internationale Energieagentur in Paris sowie das Sekretariat der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) beraten. Er war im Bereich erneuerbarer Energietechnologien für die Unternehmensberatung Roland Berger tätig und ist Beiratsmitglied des Weltwirtschaftsforums im Bereich Klimatechnologie.
Inzwischen ist die Organisation auf 16 Mitarbeiter angewachsen und in fünf europäischen Ländern vertreten. Seit dem Frühjahr 2023 hat FCA z.B. auch zwei Kolleginnen in Brüssel, die eine permanente Vernetzung mit der europäischen politischen Community gewährleistet. Unterstützt wird das Team von einer Advisory Group, die sich aus hochkarätigen Experten zusammensetzt, beispielsweise von den Vereinten Nationen, dem Forschungszentrum Jülich, dem European Institute of Innovation & Technology (EIT), oder auch aus Unternehmen wie EnBW.
Giving Green, ein führender Anbieter für die Evaluation wirkungsvoller Klimaschutz-Organisationen, führt FCA als eine von sechs Top-Empfehlungen. Besonders gewürdigt wird FCA’s Arbeit in schwer zu dekarbonisierenden Sektoren wie der Schwerindustrie, der Grundlast-Stromerzeugung und der Luftfahrt. Die Bewertung hebt FCA’s technisches Fachwissen und das Engagement in der EU-Klimapolitik hervor, sowie bedeutende Beiträge zur Dekarbonisierung der Zement- und Wasserstoffproduktion. Giving Green schätzt insbesondere das Potenzial von FCA, durch gezielte Innovationen nachhaltigen Fortschritt in oft vernachlässigten Bereichen zu erzielen.
Nach Einschätzung unseres Partners und Gutachters Founders Pledge konnte FCA die europäische Klimapolitik sogar stärker als erwartet positiv beeinflussen. Vor allem konnte die Organisation dazu beitragen, wichtige Rechtsvorschriften auf EU-Ebene zu gestalten und politische Entscheidungsträger zu beraten, wie die EU bei der Förderung von Forschung und Entwicklung für klimafreundliche Energietechnologien den höchsten Ertrag erzielen kann.
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FCA kooperiert mit dem Handelsblatt
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Externe Evaluation
- Giving Green Evaluierung und Empfehlung (aktualisiert November 2025).
- Die Evaluierung von Founders Pledge: Navigating the changing landscape of climate philanthropy (2021).
FCA in den Medien
- Konstruktive Effizienz kann den Klimaschutz im Gebäudesektor voranbringen. Tagesspiegel. 2025.
- Warum synthetisches Methan eine grüne Mogelpackung ist. Frankfurter Allgemeine Zeitung (€). 2024.
- Warum die deutsche Wasserstoffwirtschaft hinterherhinkt. DER SPIEGEL (€). 2024.
- Speed-Dating mit Klima-Start-ups: Was bringen Greentech-Innovationen? Handelsblatt Green & Energy Podcast vom Future Cleantech Festival in Remscheid. 2024.
- Future Cleantech Festival 2024 in Remscheid | Studiogespräch: Leonie Brand, stellvertretende Geschäftsführerin „Future Cleantech Architects“. WDR Lokalzeit. 28.05.2023.
- Remscheider Denkfabrik auf der Weltklimakonferenz in Dubai. WDR Lokalzeit. 05.12.2023.
- Porträt Peter Schniering (FCA Gründer und Geschäftsführer). Tagesspiegel Background Energie & Klima (€). 2023.
- Die heimlichen Klima-Helden im Ministerium. Standpunkt von Peter Schniering im Tagesspiegel Background Energie & Klima. 2023.
- Greentech – Grüne Ideen, die die Welt verändern. Handelsblatt-Serie. 2023.
- Clean-Tech Innovation Is a Marathon Not a Sprint at ARC2023. BloombergNEF. 2023.
- Zement – die schmutzigste Industrie der Welt. ntv Klima-Labor. 2023.
- Bauen. Planetary Podcast Folge 3. Podcast von brand eins und Planet A. 2022.
- The ARC Cleantech Innovation Festival 2022. WDR Lokalzeit. 2022.
- Tech-Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel. Peter Schniering im WirklichGut Podcast. 2022.
- Wie kann Mobilität klimafreundlich sein? mobiliTALK. Bündnis für Mobilität des NRW-Verkehrsministeriums. 2022.
- UNIDO Global Call – innovative Lösungen in der Klimatechnologie. WDR Lokalzeit. 2021.
- 3 ways to boost cleantech momentum in the post-COVID-19 era. World Economic Forum (WEF). 2020.
Quellen
[1] ↑ Net Zero Roadmap: A Global Pathway to Keep the 1.5 °C Goal in Reach. Internationale Energieagentur (IEA). https://www.iea.org/reports/net-zero-roadmap-a-global-pathway-to-keep-the-15-0c-goal-in-reach. September 2023.
[2] ↑ THE BASICS & THE GAPS: Zement. FCA Climate Innovation Factsheet Series #2. https://fcarchitects.org/content/the-basics-the-gaps-cement/. 2022. (Deutsche Version des Factsheets hier als PDF.) Siehe auch Dekarbonisierung der Zementindustrie. Umweltbundesamt. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/factsheet_zementindustrie.pdf. Februar 2020.








