Unsere Spendenfonds verfolgen ein Ziel: gemeinnützige Projekte zu ermöglichen, die mit jedem deiner Spendeneuros möglichst viel Gutes bewirken – z.B. in der Bekämpfung extremer Armut, im Klimaschutz oder im Tierschutz. Wissenschaftlich fundiert, international und konsequent priorisiert.
Seit Juni 2025 bieten wir vier unserer Spendenfonds – Armut bekämpfen, Klima schützen, Tierleid verringern und Zukunft bewahren – auch in Österreich an, über unseren spendenbegünstigten Verein Effektiv Spenden Österreich. Hier erfährst du alles zum ersten Tierschutzprojekt, das wir so auf den Weg gebracht haben.
Tierschutz im Globalen Süden voranbringen
Kurz gesagt: Das Projekt trägt dazu bei, den Missbrauch von Hühnern in der Massentierhaltung weltweit zu beenden – vor allem durch die Abschaffung von Legebatterien im Globalen Süden. 🐥
Unser Partner The Humane League führt damit in Lateinamerika, Afrika und Asien vier mehrtägige Fortbildungs-Workshops für aufstrebende lokale Tierschutzorganisationen durch.
Die Aktivisten und Aktivistinnen lernen alles über Kampagnenstrategie, Verhandlungsführung und Eskalationsplanung. Und können so – aufbauend auf Erfahrungen und Erfolgen in westlichen Ländern – Unternehmen noch wirksamer dazu bewegen, sich zu besseren Tierschutzstandards zu verpflichten.
Wie wir zu diesem Projekt gekommen sind
Für den Spendenfonds: Tierleid verringern wurden bis Ende 2025 von 97 österreichischen Spenderinnen und Spendern insgesamt 63.842,29 € beigetragen. Ganz herzlichen Dank noch einmal allen für das Engagement! Ohne Menschen wie euch wäre diese wichtige Arbeit nicht möglich.
In Abstimmung mit unserem Forschungspartner EA Animal Welfare Fund haben wir uns für ein Projekt zur Stärkung lokaler Tierschutzorganisationen im Globalen Süden entschieden – in Umsetzung mit der US-Hilfsorganisation The Humane League, die von unserem Forschungspartner Animal Charity Evaluators seit 2014 durchgehend als „Recommended Charity” bewertet wird und über die Open Wings Alliance seit 2005 zu mehr als 2.700 Käfigfrei-Zusagen von Unternehmen beigetragen hat.
Wie das Projekt funktioniert
🇦🇹 Österreich als weltweites Vorbild
Tierschutzorganisationen in Europa und Nordamerika ist es in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, Verbesserungen für Tiere in der Massentierhaltung zu erwirken.
Österreich war einer der Vorreiter. Schon 2006 wurde der Verkauf von Käfigeiern in Supermärkten auf Druck aus der Zivilgesellschaft vollkommen eingestellt, obwohl das Verbot erst 2009 in Kraft trat.
🌏 Wissensweitergabe in den Globalen Süden als Hebel
Viele Länder des Globalen Südens stehen noch am Anfang vergleichbarer Entwicklungen. Gleichzeitig sind Fortschritte dort besonders wichtig und gut erreichbar:
- Die Masse: Rund 80 % aller Geflügeltiere weltweit werden in Asien, Lateinamerika und Afrika gehalten – meist in Käfigen.
- Vorausschauend handeln: In Regionen wie Subsahara-Afrika wächst die Massentierhaltung rasant. Es ist effektiver, die Entstehung grausamer Industrien jetzt zu verhindern, als sie später mühsam zu reformieren.
- Weil es sonst (fast) niemand tut: Schätzungen zufolge landen z.B. nur ~1,2 % der globalen Spenden für Tierschutz im südlichen Afrika – dadurch bleiben riesige Potenziale ungenutzt. Wo nur wenige Organisationen aktiv sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, mit zusätzlichen Ressourcen tatsächlich einen relevanten Unterschied zu machen.
- Jeder Euro erreicht mehr: Aufgrund der Unterschiede in Lebenshaltungskosten und Kaufkraft kann im Globalen Süden mit unseren Spenden sehr viel mehr erreicht werden. Zum Beispiel können mehr Leute eingestellt und trotzdem fair bezahlt werden.
👉 Hier setzt das Projekt an: Es „exportiert” erfolgreiche Strategien und adaptiert sie an die lokalen Verhältnisse.
Wie unser Spender Felix Werdermann treffend schreibt: „Für die Tiere macht es keinen Unterschied, in welchem Land der Erde sie leiden.” Aber für eure Spenden macht es einen Unterschied: Im Globalen Süden kann euer Geld schlicht mehr bewirken.
Die Fortbildungs-Workshops
Überblick
Insgesamt finden vier viertägige Präsenztrainings statt mit jeweils drei Trainer*innen der Humane League und 8–12 teilnehmenden Organisationen:
- Kampagnen-Training Lateinamerika: 30. März – 2. April 2026, Bogotá, Kolumbien 🇨🇴
- Unternehmensansprache-Training Asien: 17. – 20. August 2026, voraussichtlich in Bali, Indonesien 🇮🇩
- Unternehmensansprache-Training Lateinamerika: 31. August – 3. September 2026
- Kampagnen-Training Afrika: November 2026, Dar es Salaam, Tansania 🇹🇿
Rückblick auf das erste Kampagnen-Training in Lateinamerika
Der erste Workshop ist bereits abgeschlossen und war ein voller Erfolg. 18 Aktivist*innen von 9 Organisationen kamen zusammen zum allerersten Training dieser Art in Lateinamerika.
Vertreten waren die Organisationen: Protección Animal Ecuador, Terranimal (Ecuador), Plataforma ALTO (Kolumbien), Anima Naturalis (Kolumbien), Compromiso Verde (Peru), ARBA (Peru), Forum Animal (Brasilien), Mercy for Animals (Mexiko) und Fundación Derecho y Defensa Animal (Chile).
Vier Tage lang übten sie gemeinsam, wie man Unternehmen zu besseren Tierschutzstandards bewegt: Freiwilligen-Aufbau, Medienarbeit, kreative Aktionen, Protestorganisation. Am letzten Tag gingen sie gemeinsam vor einer Café-Kette auf die Straße.

Das Team der Humane League war von der Energie und dem Optimismus der Teilnehmenden beeindruckt. Auch unter schwierigen Bedingungen sind Erfolge möglich.
Was passiert mit nicht ausgegebenen Mitteln?
Die Gesamtkosten für das Projekt liegen mit 54.985,62 € unter den eingegangenen Spenden. Die Differenz von 8.856,67 € nutzen wir zusammen mit den neuen Spenden des ersten Halbjahres 2026 für das nächste Tierschutzprojekt.
Deine Hilfe zählt weiterhin
Damit wir mit unseren Partnern die Arbeit für die Tiere fortsetzen und ausbauen können, brauchen wir deine Unterstützung.
Wie du sonst noch beitragen kannst? Erzähle von uns. Unsere Nachspenden-Umfrage bestätigt: Empfehlungen von Familie, Freunden oder Bekannten zählen zu den häufigsten Gründen, aus denen Menschen auf uns aufmerksam werden.
Bei Fragen oder für eine Spendenberatung kannst du dich jederzeit direkt an mich oder meinen Kollegen Thomas Moispointner (Geschäftsleiter Österreich) wenden.
(Bildquelle Titel: Eindruck vom ersten Lateinamerika-Workshop Ende März 2026 – © The Humane League)
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