Auch im 1. Halbjahr 2024 war unser Spendenfonds: Armut bekämpfen das beliebteste Spendenziel auf unserer Plattform. Mehr als 2.300 Menschen haben den Fonds in den ersten sechs Monaten des Jahres mit insgesamt knapp 1,5 Mio. Euro unterstützt – ca. 1,2 Mio. Euro davon aus Deutschland und 0,3 Mio. Euro aus der Schweiz.
Ganz herzlichen Dank nochmals für euer großartiges Engagement zur wirksamen Bekämpfung extremer Armut und Reduktion armutsbedingter Kindersterblichkeit.
Die Mittel unterstützen diesmal – in gewohnter Absprache mit unserem Gutachter GiveWell – zur Gänze Helen Keller Intl – eine unserer Top-Empfehlungen – zur Vitamin A-Nahrungsergänzung gegen Mangelernährung.

Leben retten mit Vitamin A
Mit ihrem Vitamin A-Nahrungsergänzungs-Programm schützt die Hilfsorganisation Helen Keller Intl (vormals Helen Keller International) mangelernährte Kleinkinder vor einer Unterversorgung mit Vitamin A, die sonst zum Tod infolge eines geschwächten Immunsystems oder zur Erblindung führen kann. In Kooperation mit staatlichen Programmen werden gefährdeten Kleinkindern alle sechs Monate hochdosierte Vitamin A-Kapseln verabreicht.
Eine solche Behandlung kann buchstäblich ihr Augenlicht und ihr Leben retten. Und die Gesamtkosten für eine Vitamin A-Kapsel, ihrer Verteilung und den damit verbundenen Verwaltungskosten liegen nur bei etwas mehr als 1 Euro. Ein Kleinkind kann also für deutlich weniger als 3 Euro pro Jahr mit Vitamin A versorgt werden. So gilt das Hilfsprogramm bereits seit vielen Jahren als eines der kosteneffektivsten der Welt.
Was das in der Praxis für einzelne betroffene Menschen bedeutet, kannst du in einem Gastbeitrag von Helen Keller Intl im Effektiv Spenden-Blog lesen. Darin erfährst du von der Geschichte des vierjährigen Abdoul Aziz Coulibaly, der durch Vitamin A-Tabletten nun endlich ein gesundes Leben führen kann.

Unsere Förderung für das Vitamin A-Nahrungsergänzungs-Programm erfolgt als Teil einer größeren Förderung im Umfang von 5,8 Millionen US-Dollar zusammen mit GiveWell (von denen der restliche Teil der Förderung kommt). Programmgebiete sind die afrikanischen Ländern Burkina Faso, Kamerun, Elfenbeinküste, Demokratische Republik Kongo, Guinea und Nigeria.
Interessant ist außerdem noch die Art der Förderung, die den ganzheitlichen und wirkungsorientierten Ansatz von GiveWell gut veranschaulicht. Nicht nur in Bezug auf die Wirkungsanalysen, sondern auch in Bezug auf die Fördermechanismen.
Die oben erwähnte größere Förderung wird sich nämlich in zwei Teile aufteilen – zum einen, um das Programm in ausgewählten Regionen fortzuführen und zum anderen als sogenannter „Exit-Grant“, um die Förderung in bestimmten Regionen zu beenden.
Der Grund für solche „Exit-Grants“ ist in der Regel nicht, dass ein Programm nicht mehr als wirksam eingeschätzt wird, sondern dass es im Vergleich zu anderen Programmen als weniger wirksam eingeschätzt wird. Solche Programme können dann unter die Mindest-Kosteneffektivitäts-Schwelle von GiveWell fallen. Exit-Grants sorgen dafür, dass betroffene Programme nicht abrupt abgebrochen werden müssen, sondern angepasst und u.U. unterstützt von anderen Förderern fortgesetzt oder geordnet und mit Bedacht eingestellt werden können.
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